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Recherche zahlen, Generalverdacht abschaffen, Wiederholungen entlohnen. Das sind ein paar der (durchaus nicht neuen) Forderungen, die nun aber -neu,neu- einige Freienvertreter unterschiedlicher ARD-Anstalten erarbeitet und ziemlich hochtrabend in einer “Hamburger Erklärung” zusammengefasst haben. Hintergrund der anstaltsübergreifenden Kooperation ist wohl der ganz große Trouble beim NDR rund um dessen Umgang mit den Freien. Bekanntermaßen ist dort nach einer noch nicht mal exakt definierten Anzahl von Jahren als Fester Freier aus formal-juristischen Gründen eines garantiert: das Ende. Die Leistung des Journalisten spielt in der Entscheidung keine Rolle, nur eine formal-juristische Sichtweise von wegen Klagegefahr. Egal wie gut oder gerne gebucht in Redaktionen man ist, man fliegt. (Festanstellungen sind nur selten eine exisiterende oder ernstzunehmende Alternative).
Nun tun sich also Freie zusammen. Ich zweifele allerdings, ob das Vernetzen über die Anstalten hinweg die Hamburger Probleme lösen kann: lustiger und ertragreicher sind imho Veranstaltungen wie der “Tag des Zweiten Standbeins”. Kann ja kein Mensch was dafür, wenn Springer gerne ausführlich darüber berichtet (und sich die Führungsetage in der Rothenbaumchaussee darüber dann grün und bucklig ärgert), dass sich Dutzende öffentlich-rechtliche ReporterInnen einfach mal gleichzeitig bei BILD erkundigen, nur mal so, wegen Jobs und Leben nach dem NDR :-)

One Response to “Zittern am Rothenbaum?”

  1. Christoph sagt:

    Mittlerweile hat der NDR das System ja gelockert und die Verantwortung für die Festen Freien an die Redaktionen delegiert. Dennoch landet die Frage des Status Freier Mitarbeiter nun vor Gericht. Wegen Eva und Adolf.
    http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Eva-Herman-Prozess;art15532,2724107

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