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hat anscheinend -natürlich fast ohne Absicht- romantische Holzbauern und friesische Freibauern  vor die Kamera gelassen, die weder romantischen Holzbauern noch friesische Freibauern waren. Sondern eben nur bessere Statisten. Der eine war laut informierter Bild.de gar kein einsamer, freier Single, der andere nicht einmal Bauer und er wohnt auch ganz woanders, aber die abgefahrene Hütte sieht halt netter aus. Im Fernsehen. Und die modebewusste Kosmetikerin arbeitet in Wahrheit eher in sowas wie “Mandy’s Nagelstudio”.Ohne Kosmetik.

Warum dachte  ich eigentlich, dass bei “Bauer sucht Frau” nicht ganz so viel manipuliert wurde? Wie kam ich drauf? Vielleicht, weil RTL mit seinen permanenten wie-wortenden Adjektiven sich irgendwie auch selbst auf die Schippe genommen hatte? Wirkte das so ehrlich, weil es so komisch, so falsch im Fernsehen ist, mit Adjektiven zu arbeiten? Oder wollte ich die netten Storys halt einfach glauben? Dabei erzählte mir neulich noch ein “damit befasster Fernseh-Kollege”, dass es bei der Baby-Show “Erwachsen auf Probe” sogar so was ähnliches wie Drehbücher gegeben habe und ich glaubte ihm. Wunderte mich nicht einmal. Aber jetzt wundere ich mich. Über mich. Warum hoffte ich, dass BsF wirklich anders ist? Komisch. Dabei hab ich nur zwei Folgen gesehen.Mehr werde ich aber in Zukunft wohl auch nicht mehr gucken. Ich mag dokumentarisches Fernsehen, wenn es dokumentarisch ist und fiktionales, wenn es fiktional ist.

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